Music comes out
Gratis bloggen bei
myblog.de

Kapitel 5

 

Den ganzen Weg über schwiegen wir. „Danke das du Franzi vorhin nicht gleich gesagt hast das du mich vorm Selbstmord gerettet hast.“, meinte ich um die Stille zu unterbrechen. „Ja klar kein Problem… ich hab mir schon gedacht dir ist das ein bisschen unangenehm.“, gab Gustav zurück. „Hmm… ja schon… wann gehen wir eigentlich morgen zum Probenraum?“ „Gute Frage… ich muss nachher mal mit Georg telefonieren. Der wird uns dann ja wahrscheinlich abholen mit seinem Auto. Der kommt so selten zum Fahren, dass er wenn er mal Zeit hat andauernd fährt.“ „Ja klar würd ich auch machen.“

„So da wären wir wieder.“, meinte Gustav und schloss die Tür auf. „Wir bringen dein Zeug erstmal auf Franzis Zimmer und dann schauen wir mal was wir dann machen.“, meinte er. „Ok.“ Gustav ging voraus und ich lief ihm einfach mal hinterher. Das Zimmer von Franzi war genau neben dem von Gustav. „Soo… also ich hoff das is ok für dich.“, meinte er. „Ja klar… ich bin immer noch ein bisschen überrumpelt das ich jetzt einfach mal so 3 Wochen bei dir bleib.“ Gustav lächelte mich lieb an: „Was sollen wir jetzt machen?“, fragte er. „Keine Ahnung mir egal.“, antwortete ich. „Dann lass uns einfach mal gucken was im TV kommt.“ Ich gab nur ein ok von mir und folgte Gustav ins Wohnzimmer. Irgendwie war ich immer noch ein bisschen geschockt das ich jetzt 3 Wochen hier bleiben würde. Nicht nur das das einfach so schon voll unglaubwürdig war aber dann auch noch bei einem Mitglied meiner Lieblingsgruppe. „Du kannst dich ruhig auch auf die Couch setzen die frisst dich nich.“, hörte ich Gustav sagen. „Ähh.. ja… ich war nur grad in Gedanken.“, meinte ich und setzte mich zu Gustav auf die Couch.

„Du wolltest doch noch Georg anrufen.“, meinte ich als wir raus gefunden hatten, dass nichts Gutes im Fernsehen kam. „Ja stimmt. Ich hol mal schnell das Telefon.“ Er stand auf und kam nach einer Minute mit dem Telefon in der Hand zurück ins Wohnzimmer. „Sooo… mal schauen ob ich ihn erreiche.“, meinte er und wählte eine Nummer. „Hey Georg… wie siehts aus mit morgen wann wollen wir gehen?“ „Holst du uns dann ab?“ „Ja ok also dann bis morgen.“, verabschiedete sich Gustav und legte auf. „Also Georg hat mit den Twins ausgemacht das wir uns um 2 am Probenraum treffen also kommt er um viertel vor 2 uns abholen.“, meinte Gustav. „Ok…. und was wollen wir jetzt machen?“, fragte ich. „Hmm… du kannst mir ja mal was von dir erzählen, weil so wirklich viel weiß ich ja auch nicht von dir… ich weiß ja nich mal wie alt du bist.“, antwortete Gustav. „Ja also… dann fang ich mal an… ich bin 17… werd dieses Jahr am 31.12 18 und ja jetzt weißt du schon mal mein Alter.“ „Du hast an Silvester Geburtstag des is aber mal richtig geil.“ „Ja naja wie mans nimmt. Weil man kann halt schlecht seinen Geburtstag feiern, viele sind halt dann auf ihren Silvesterpartys.“ „Ja stimmt auch wieder. Aber jetzt erzähl mir mal noch ein bisschen was von dir.“ Ich erzählte ihm so ein paar Sachen und er hörte mir interessiert zu. „Du kommst also gar nicht von hier?“, fragte Gustav. „Nein ich bin vor einem Jahr hier hergezogen als uns mein Vater verlassen hat, meine Mutter hatte dann hier einen Job gefunden.“, sagte ich, „mein Leben ist echt voll kaputt merk ich grad.“ Ich schluckte den Kloß in meinem Hals wieder runter. Ich wollte nicht schon wieder heulen. Gustav legte seinen Arm um mich: „Jetzt mach dir mal keine Gedanken. Wart einfach ab was noch alles kommt.“ Mir lief eine einzige Träne die Wange entlang. Ich wischte sie schnell weg, bevor Gustav sie sehen würde. „Ich hab sie schon gesehen.“, meinte Gustav. „Du musst mich doch für eine totale Heulsuse und für ein nervliches Wrack halten.“ „Achwas, ich versteh dich. Is doch klar das du nicht fröhlich lachend über die Straße hüpfst.“ Ich musste ein bisschen schmunzeln, weil ich mir grad vorstellte wie ich fröhlich lachend über die Straße hüpfte. Wir saßen jetzt hier auf der Couch und ich schlief doch tatsächlich ein.