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Kapitel 8
Als Tom das gesagt hatte wurde ich gleich noch nervöser. Tom und ich allein. „Komm wir gehen ins Wohnzimmer.“, sagte er. Ich zog meine Vans aus und folgte ihm.  „Du kannst dich schon mal hinsetzen ich hol noch was zu trinken.“, sagte er und verschwand in die Küche. Anstatt mich hinzusetzen schaute ich mich ein bisschen im Wohnzimmer um. Ich musste mich ja irgendwie ablenken weil mir bei dem Gedanken, dass ich mit Tom allein war, immer noch ein bisschen komisch wurde. Ich fand ein Bild von Tom und Bill wo sie noch total klein waren. Sie hatten beide ein Cowboykostüm an, daraus schloss ich, dass das Bild von Fasching war. „Oh nein nicht das Bild, das ist total peinlich.“, sagte Tom der jetzt hinter mir stand und wurde ein bisschen rot. „Ich finds eigentlich ganz süß.“, sagte ich und biss mir im nächsten Moment auf die Lippen. Das wollte ich eigentlich nicht laut sagen. Tom lächelte mich jetzt an aber die Röte blieb trotzdem noch in seinem Gesicht. „Komm wir setzen uns hin und schauen jetzt mal Filme. Sollte doch ein DVD-Abend werden.“, sagte ich um die peinliche Stille zu unterbrechen. „Ja klar…. Ähm ich hoffe Horrorfilme sind nicht allzu schlimm. Was andres gibt Bills und meine Filmsammlung nicht her.“, sagte Tom. Ich musste schlucken. Ich war ja nicht gerade so der Horrorfilmfreak. „Nee schon ok!!“, log ich. Tom legte den ersten Film ein. Final Destination. Der hatte drei Teile und die musste ich alle heute Abend über mich ergehen lassen. Also der war ja mal weniger Horror der wahr teilweise einfach eklig und jedes Mal wenn irgendeiner wieder fies starb erschrak ich und griff nach Toms Arm. Wie ich aus dem Augenwinkel sah, grinste der jedes Mal wenn ich seinen Arm packte. Der erste Film war rum und naja mir gings noch einigermaßen gut. „Ähmm.. sind die Filme wirklich ok?“, fragte Tom ein bisschen besorgt. „Ja so im Nachhinein wars eigentlich eher witzig wie die gestorben sind.“, sagte ich, „also los der zweite Teil. Viel ekliger kanns ja nicht mehr werden.“ Ich hatte mich getäuscht. „Also jetzt könnts gleich noch ekliger werden als beim ersten Teil.“, warnte Tom mich vor. „Warum?“, fragte ich. „Da bekommt einer ne Feuerleiter ins Auge.“, sagte er und schaute mich ein bisschen bemitleidend an. „Oh das will ich nicht sehen.“, sagte ich. Ich drehte mein Gesicht in Toms Richtung und lehnte meinen Kopf einfach an seinen Oberkörper und hielt mir auch die Ohren zu, weil naja das Geräusch ja bestimmt auch nicht so angenehm war. „Süße du kannst wieder gucken, es ist vorbei.“, sagte er und nahm dabei meine Hände von meinen Ohren. „Ok.“, sagte ich nur. Ich drehte mich wieder zum Fernseher blieb jetzt aber einfach an Tom angelehnt. Wenn jetzt irgendjemand, wie auch schon im ersten Teil, fies starb griff ich nicht nach Toms Arm sondern nach seinem überdimensional großem Shirt. An sich war es echt eher witzig wie die Leute in dem Film starben, aber ich erschrak einfach jedes Mal. Ich war einfach total schreckhaft. Irgendwann während dem dritten Teil schlief ich ein.

 

Am nächsten Morgen wurde ich durch ein Kitzeln geweckt. Ich öffnete die Augen und wusste erst gar nicht wo ich war. Ich schaute nach rechts und schaute in Toms Gesicht. Und ein paar seiner Dreads lagen mir im Gesicht, das war das was mich gekitzelt hatte. Er hatte seinen Arm um mich gelegt und hielt mich richtig fest. Also mir war es nicht wirklich möglich aufzustehen. Ich schloss einfach wieder meine Augen und aus Reflex legte ich meinen Arm auch um Tom. Als ich das nächste Mal aufwachte, war Tom neben mir immer noch tief und fest am Schlafen. Ich nahm Toms Arm hob ihn von mir runter und stand auf. „Hey…du bist schon wach.“, hörte ich Tom verschlafen sagen. „Ja ich war vorhin schon mal wach, weil mich deine Dreads gekitzelt haben, aber ich bin noch mal eingeschlafen.“, erklärte ich Tom und setzte mich wieder zu ihm aufs Bett. „Oh sorry, also wegen den Dreads.“, meinte Tom. „Achwas is schon okay.“, gab ich zurück. Es herrschte ein peinliches Schweigen. Ich hasste es echt wenn keiner von uns beiden was sagte. „Ähh… ich geh mal schnell ins Bad.“, sagte ich und stand auf. „Ok. Ich geh dann schon mal runter in die Küche und richte Frühstück.“, sagte Tom. „Ja bis gleich dann.“, sagte ich.
„Oh...ähh…Entschuldigung…die Tür…die war nicht abgeschlossen.“, stotterte ich und ging rückwärts wieder aus dem Bad und schloss die Tür. Wie peinlich, da stand doch tatsächlich Bill im Bad nur mit einem Handtuch um die Hüfte. „Du kannst jetzt ruhig wieder reinkommen. Ich hab was an.“, sagte Bill durch die Tür. Ich öffnete die Tür und Bill war jetzt wirklich angezogen. „Entschuldigung noch mal.“, sagte ich ein bisschen kleinlaut. „Schon okay. Ich hatte ja noch ein Handtuch um.“, gab er zurück, „ich wusste gar nicht das du auch hier übernachtet hast. Hab gedacht ihr macht nur einen DVD-Abend.“ „Ja hatten wir auch vor, aber ich bin während dem dritten Teil von Final Destination eingeschlafen.“, erklärte ich. „Na dann. Und auch diese Nacht sauber geblieben?“, fragte Bill sarkastisch. „Ja Mann.“, antwortete ich und schubste Bill. „Werd mal nicht so frech Kleine.“, sagte er und schubste mich zurück. „Ich bin niiiiiie frech.“, sagte ich. Bill schaute mich nur schief an. „Komm wir gehen frühstücken. Oder hast du schon gefrühstückt?“, fragte ich ihn. „Nee hab ich noch nicht.“, antwortete er, „lass uns gehen.“ Er legte seinen Arm um meine Schulter und wir gingen zusammen runter in die Küche. „Morgen Brüderchen.“, sagte Bill. Tom drehte sich zu uns. „Morgen.“, gab er zurück. Toms Blick wurde schlagartig genauso wie in der Disco als ich mit Gustav getanzt hatte. Wie wenn Bill den Blick bemerkt hätte, nahm er seinen Arm weg. Ich nahm mir fest vor das ich nachher mit Tom darüber sprach. Nach dem Frühstück gingen Tom und ich wieder hoch in sein Zimmer. „Tom darf ich dich mal was fragen?“, setzte ich ein bisschen schüchtern an. Er drehte sich zu mir um. „Klar was ist denn?“ „Also… vorgestern als wir in der Disco waren… da hab ich ja mit Gustav getanzt und irgendwie… also du hast uns so eifersüchtig angeschaut… genauso wie vorhin als ich mit Bill in die Küche gekommen bin… wo er seinen Arm um meine Schultern gelegt hat. Ich wollte wissen was los is. Warum schaust du immer so eifersüchtig?“, fragte ich Tom. „Ich weiß gar nicht was du meinst.“, sagte Tom schaute mich dabei aber nicht an. Ich legte meine Hand an Toms Kinn und hob seinen Kopf an. Jetzt schauten wir uns direkt in die Augen und ich bekam weiche Knie. Er hatte einfach wunderschöne Augen. Egal jetzt beim Thema bleiben. „Sag mir die Wahrheit Tom.“, bat ich ihn. „Ja… du hast ja Recht…“, sagte er und drehte sich weg, „… ich… wie soll ich’s sagen… ich hab mich halt in dich verliebt… schon als du das erste Mal vor mir gestanden warst… wo ihr gerade angekommen wart… und mein Gott ich hab Gustav und Bill einfach als Konkurrenz gesehen…“ Tom hatte sich in mich verliebt? Ich wusste im ersten Moment gar nicht was ich machen sollte. „Du hast dich in mich… verliebt?“, fragte ich als erstes als ich meine Stimme wieder gefunden hatte. Tom drehte sich zu mir um. Er nickte und lief auf mich zu: „Ja das hab ich.“ „Also… ich… ich hab…“, stotterte ich, „… ich hab mich… auch in dich… verliebt.“ Ok das hatte ich hinter mir. Tom kam mit seinem Kopf meinem jetzt immer näher.