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Kapitel 20

 

Ungefähr ein Monat war vergangen. Meine Schwester war mit Tom zusammen gekommen. Was ich ihr auch voll und ganz gönnte. Zwischen Gustav und mir war immer noch eine starke Spannung aber wir konnten miteinander reden. Heute musst ich wieder arbeiten gehen mal schauen wie es heute werden würde.

 

 

Wie immer war der Club voll mit Jungs in meinem Alter. Und die waren auch voll obwohl manche davon morgen in die Schule oder zur Ausbildung mussten. Ich war wieder voll mit bedienen beschäftigt. Es kam wieder eine Horde von Jungs rein. Ich ging mit meinem Block zu dem Tisch. „Uii das is doch mal eine heiße Bedienung.“, sagte der eine von den Jungs zu seinen Kumpeln. Er musterte mich von oben bis unten. „Was wollt ihr bestellen?“, fragte ich so freundlich wie es ging. Natürlich, wie ich mir gedacht hatte, bestellten sie alle Alkohol. Nach einer halben Stunde (!) waren die alle schon gut dabei und waren alle am lallen. Sie waren grad wieder dabei was zu bestellen und der eine der mich schon vorhin als heiß bezeichnet hatte zog mich jetzt auf seinen Schoß. „Was soll das?“, fragte ich und versuchte aufzustehen. Der Kerl hatte aber seinen Arm um mich gelegt und deshalb ging das nicht. „Ich hab mir überlegt, dass ich dich bestelle.“, sagte der Spack. „Lass mich los verdammt noch mal.“, sagte ich. „Zier dich doch nicht so.“, meinte der Kerl. Er fuhr mit seiner Hand unter mein Shirt. Ich drückte seine Hand weg und versuchte weiterhin aufzustehen. „Lass sie los.“, hörte ich jemand sagen. Ich drehte mich rum. „Gustav.“, sagte ich leise. Als der Kerl sich umschaute lockerte er seinen Griff um mich und ich konnte aufstehen. Gustav zog mich am Arm hinter sich. „Was willst du den? Bist du ihr Aufpasser oder was?“, fragte der Kerl. „Sie is ne gute Freundin von mir und du solltest sie besser in Ruhe lassen.“, meinte Gustav und als er gute Freundin gesagt hatte stach es mir ins Herz. Es tat weh, das zu hören da ich ihn immer noch liebte. Bevor der andere Kerl noch was sagen konnte kam mein Chef, sagte das ich Feierabend hätte und gab mir mein Trinkgeld. „Komm wir gehen.“, sagte Gustav. Draußen hockten wir uns auf eine Bank. „Danke das du mir geholfen hast.“, sagte ich. „Kein Problem.“ „Gustav warum warst du eigentlich in der Bar?“, fragte ich. „Ich war einfach so in der Gegend.“, sagte Gustav wobei ich ihm das nicht glaubte, „ich geh dann mal ich muss noch einkaufen.“ Er ging los und ich lief dann zur Wohnung zurück. Den ganzen Weg nach Hause dachte ich über die Situation in der Bar nach. Gustav konnte doch nicht einfach so dort gewesen sein. Er wusste ganz genau, dass ich da arbeitete. Das ich auf meinem Nachhauseweg nicht überfahren wurde war auch ein Wunder ich war total in Gedanken versunken. Dadurch und wahrscheinlich durch meine Schussligkeit knallte ich mit jemandem vor unsrer Haustür zusammen und fiel voll auf meinen Hintern. „Aua.“, sagte ich leise und fügte noch ein „Entschuldigung ich war total in Gedanken.“ dazu. „Alles ok mit dir Julia?“ Ich schaute hoch und vor mir stand Gustav. „Ohh.. ja geht schon. Nur mein Hintern tut jetzt ein bisschen weh.“, antwortete ich. Gustav streckte mir die Hand entgegen. „Danke.“, sagte ich und nahm sie entgegen. Gustav zog mich mit Schwung hoch und ich knallte schon wieder voll an ihn dran, bloß das dieses mal keiner umfiel. Wir standen jetzt total nah voreinander und schauten uns in die Augen, aber ich ging so schnell wie möglich einen Schritt zurück. „Mensch sorry ich bin echt schusslig.“, entschuldigte ich mich und versuchte dadurch meine Tränen zurück zu halten. „Achwas ich hab zu fest gezogen.“, sagte Gustav, „komm wir gehen rein.“ Er holte den Schlüssel aus seiner Hosentasche und schloss die Tür auf. „Hey Julia kommst du?“, riss Gustav mich aus meinen Gedanken. „Ähmm... ja... ich komme.“, sagte ich. „Über was hast du den grad noch nachgedacht?“, fragte Gustav oben an der Tür vom Loft. „Naja... so in etwa wie gerade eben haben wir uns kennen gelernt.“, antwortete ich. Nichts.... Nur ein peinliches Schweigen. Bis Gustav dann irgendwann die Tür aufschloss und nur sagte: „ Da hast du Recht.“ Das einzige was mir auffiel war das er das mit einem sehr traurigem Unterton sagte. Oh man ich spürte wie mir eine einzelne Träne die Wange entlang lief, die ich aber so schnell wie möglich wegwischte bevor sie Gustav sah. „Naja ich geh dann mal hoch.“, sagte ich und verschwand in mein Zimmer. Erst mal ging ich duschen um meinen Kopf frei zu bekommen und ohne etwas zu Abend essen und die anderen Jungs zu begrüßen ging ich dann schlafen.