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Kapitel 19

 

Natürlich kam ich nicht zum pennen! Aber war das so verwunderlich, wenn der Freund, den man über alles liebt, mit einem Schluss gemacht hatte? Ich kam vielleicht auf eine halbe Stunde Schlaf und um 6 stand ich auf um in die Küche zu gehen um mir eine Flasche Wasser zu holen. Ich zog mir Sportklamotten an und ging runter. Wahrscheinlich war eh noch niemand wach, deshalb schaute ich auch nicht danach wie ich aussah. Ich lief mit gesenktem Kopf zur Küche und schaute auch erst wieder auf, als ich in der Küche ankam. Und wer saß da am Tisch? Natürlich Gustav, wer denn sonst. Er schaute auch auf und kurz sahen wir uns in die Augen. Aber Gustav wandte den Blick nach ein paar Sekunden wieder ab. Er hatte totale Augenringe und seine Augen waren rot unterlaufen. Hatte er auch geweint? Ich spürte wie mir erneut Tränen die Augen hoch stiegen und deshalb holte ich mir so schnell wie möglich das Trinken und ging raus. Die Tränen konnte ich aber nicht mehr zurück halten und musste laut schluchzen als ich aus der Küche ging.

 

In meinem Zimmer stellte ich erstmal die Flasche ab damit ich sie nicht fallen ließ, da ich voll am Zittern war. Wieso musste Gustav jetzt gerade auch in der Küche sitzen? Ich hockte mich auf mein Bett und dachte, während ich total am heulen war, über alles Mögliche nach. Gustav sah auch total schlecht aus. Er tat mir so Leid, und das alles nur wegen mir. Naja von meiner Sicht aus ja eher wegen Tom, aber Gustav glaubte mir ja leider nicht. Ich ließ mich nach hinten fallen und versuchte noch einmal zu pennen was natürlich nicht klappte. Deshalb lag ich die ganze Zeit nur da und starrte die Decke an. Immer wenn ich die Augen schloss sah ich Gustav vor mir, also lies ich sie irgendwann einfach offen.

 

Ich wusste nicht wie viel Uhr es war als es an die Tür klopfte. „Herein.“, sagte ich, „solang es nicht Tom ist.“ Die Tür öffnete sich also dachte ich mir mal, dass es nicht Tom war. Ich schaute nach rechts und sah Georg. „Hey Julia. Willst du nicht auch Essen kommen, es ist schon 2. Und du hast auch nichts gefrühstückt.“, sagte Georg und setzte sich zu mir aufs Bett. „Nein danke ich hab keinen Hunger.“, gab ich zurück. „Julia du musst aber was essen.“ „Aber ich hab wirklich kein Hunger.“ Was nicht wirklich der Wahrheit entsprach, ich hatte nämlich schon Hunger ich wollte nur nicht Gustav begegnen. „Bitte Julia! Du willst doch bestimmt nur nicht Gustav über den Weg laufen.“, sagte Georg. Ich zuckte zusammen als er Gustav erwähnte. Ich nickte ganz leicht, eigentlich nur für mich aber Georg bekam es mit. „Das wird schwer so groß ist die Wohnung ja nicht. Also komm jetzt geh bitte mit runter.“, sagte Georg, stand auf und streckte mir die Hand entgegen. Ich überlegte kurz und entschloss mich dann mit zugehen. Georg hatte ja Recht ich konnte Gustav eh nur aus dem Weg gehen, wenn ich arbeiten war oder die Jungs im Studio waren. Achja arbeiten musste ich heute auch noch der Urlaub war vorbei. Na toll heute Abend in so einer vollen Bar mit irgendwelchen voll gesoffenen Jungs. Früher hatte mir das wenig ausgemacht aber dann hatte ich ja Gustav und er war eben anders wie die ganzen Kerle die immer in der Bar waren. Ich musste meine Gedanken dann unterbrechen da wir in der Küche waren. Ich setzte mich auf einen freien Stuhl möglichst weit weg von Tom da er der einzige war der schon da saß. Anscheinend war Bill noch dabei sich fertig zu machen oder er versuchte Gustav zu überreden zum Essen zu kommen. Und ich hatte wohl mit meiner zweiten Vermutung Recht, da die beiden zusammen in die Küche kamen. Bill setzte sich neben mich und lächelte mich froh an. Anscheinend fand er es toll, dass ich zum Essen gekommen war. Und Gustav setzte sich auf den letzten freien Stuhl neben Georg, was aber zur Folge hatte das er gegenüber von mir saß. Gustavs und meine Blicke trafen sich öfter als wir beide wahrscheinlich wollten. Jedes Mal bekam ich eine Gänsehaut. „Ich geh mich fertig machen ich muss arbeiten gehen.“, sagte ich und stand auf. Ich ging ins Bad duschen, zog mich an und ging dann runter. Ich verabschiedete mich von den Jungs und ging dann in die Bar arbeiten.