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Kapitel 5

 

Ich konnte irgendwie nicht einschlafen. Ok ich lag jetzt hier auch erst 10 Minuten aber normal schlief ich immer sofort ein. Vielleicht lag es daran das Tom neben mir lag. Auf jeden Fall versuchte ich mir nichts anmerken zu lassen. Ich hatte meine Augen geschlossen, bewegte mich nicht und atmete so ruhig und gleichmäßig wie möglich. Und Tom glaubte anscheinend auch, dass ich schlief als er wieder ins Zimmer kam –er war vor ein paar Minuten aufgestanden- denn nachdem er sich wieder ins Bett gelegt hatte, legte er seinen Arm um mich. Im ersten Moment wäre ich fast zusammen gezuckt konnte mich aber noch beherrschen. ‚Na toll jetzt würde ich wahrscheinlich noch länger wach liegen’, dachte ich, aber das Gegenteil passierte. Ich schlief in den nächsten paar Minuten ein.

 

Am nächsten Morgen wachte ich auf und hatte einen totalen Brummschädel. Unter mir hob und senkte sich etwas. ‚Hatte ich jetzt schon Halluzinationen? Die Matzratze konnte sich ja schlecht bewegen.’ Ich schaute nach oben und sah in Toms Gesicht. Ich musste also auf seinem Oberkörper liegen und er hatte seine Arme (beide!!) um mich gelegt. Ich versuchte mich so gut wie es ging aus dem Griff zu lösen ohne Tom zu wecken. Er sah nämlich derbst süß aus, mit offenen verwuschelten Dreads. Ich schaffte es dann auch ihn nicht zu wecken, er schlief echt wie ein Stein. Omg er war schon total süß. Ich verstand jetzt echt warum die ganzen Mädels auf ihn standen. Aber wenn er so da lag sah er gar nicht aus wie der große Macker sondern eher so wie ein kleiner Schuljunge der keiner Fliege etwas zu Leide tun könnte. Und plötzlich kam mir dieser eifersüchtige Blick von Tom in den Kopf. Ich verstand einfach nicht warum er so geguckt hatte. Wir waren doch nur befreundet und ich hatte ja nur mit Gustav getanzt. „Hey. Gut geschlafen?“, fragte Tom der jetzt doch aufgewacht war. „Ja und du?“, fragte ich zurück. „Ich auch.“ „Ähmm sorry wenn ich dich jetzt geweckt habe, aber ich konnte mich nicht besser aus... wie soll ichs sagen... deinem Griff lösen. Ich wollte eigentlich aufstehen und schauen ob ich irgendwo eine Kopfwehtablette herbekomme. Aber ich hab ja keinen Plan wo bei euch etwas is.“, erklärte ich. „Schon okay ich bin eh nicht wegen dir aufgewacht. Komm mit wir holen schnell ein Aspirin und dann gehen wir in die Küche was frühstücken.“, sagte Tom der schon aufgestanden war und streckte mir seine Hand entgegen. „Ok aber wie wärs denn mit gleich Mittagessen, es ist halb 3.“, schlug ich vor. „Ja gute Idee.“ Ich nahm seine Hand und zog mich hoch. Wir gingen schnell ins Bad, Tom suchte mir ein Aspirin aus dem Schrank und wir gingen runter in die Küche. „Guten Mittag.“, wurden wir von einer netten Frauenstimme begrüßt. „Hey Mum. Ähm das ist Marlen. Sie ist mit ihrer Familie grad neben an eingezogen.“, stellte Tom mich vor. „Hallo Marlen ich bin Simone. Die Mutter von Tom und Bill. Und das dus gleich weißt nenn mich auch ruhig Simone und duze mich.“ „Ok!! Nett sie...ähh dich kennen zu lernen.“, meinte ich. „Mum was gibts zu essen?“, fragte Tom. „Hmm ich denk ich kann Nudelauflauf machen. Und du könntest mal deinen Bruder wecken und dann fang ich schon mal an.“, sagte sie und stand auf. „Ok komm wir gehen hoch.“, sagte Tom und nahm mich an der Hand. Als er tat durchfuhr blitzartig ein Kribbeln meinen Körper. Oben angekommen ließ Tom meine Hand los und ging in Bills Zimmer. Ich blieb an der Tür zu und schaute Tom zu wie er, schon etwas gemein, seinen Bruder weckte. Er schmiss sich voll auf Bills Bett. Ein Wunder das er nicht direkt auf Bill gesprungen war. „Guten Mittag Bruderherz.“, sagte Tom. „Oh Tom du Drecksack.“, murmelte Bill, „musst du mich immer so mies wecken?“ „Ja sonst wirst du doch nicht wach.“, entgegnete Tom und zog dann Bill an den Haaren. „Tom nicht die Haare.“, protestierte Bill und erhob sich dann. Ich konnte dem Spektakel nur lächelnd zu schauen. „Oh Hey Marlen. Gehts dir wieder besser?“, fragte Bill nachdem er sich seine Augen gerieben hatte und mich gesehen hatte. „Hmm ja mir gehts schon wieder gut.“, antwortete ich. „Du kannst auch ruhig rein kommen. Mein Zimmer beißt nicht.“, sagte Bill. Ich nahm das Angebot an und flackte mich dann auf Bills Bett.