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Kapitel 18
Ich nahm alle meine Kräfte zusammen und stieß Tom weg. Ich schaute nach Gustav und lief ihm hinterher.  „Gustav warte.“ Ich holte ihn ein und hielt ihn am Arm fest. „Fass mich nicht an.“, sagte er und drehte sich zu mir rum. In seinen Augen sah ich Trauer und Wut. So hatte ich ihn noch nie gesehen. „Gustav bitte.“, flehte ich. „Was bitte? Du machst mit einem meiner besten Freunde, auf der Hochzeit meiner Schwester, rum.“, zählte er entsetzt auf. „Ich hab nicht mit Tom rum gemacht. Er hat mir seine Lippen auf meine gedrückt. Gustav glaub mir doch bitte.“, erklärte ich verzweifelt. Ich sah wie Franzi jetzt im Türrahmen stand. „Gustav ich liebe dich doch.“ Gustav schüttelte den Kopf. „Ganz bestimmt! Das hab ich ja gerade gesehen. Ich glaube du hattest Recht damals in der Disco. Wir sollten nicht zusammen sein. ES IST AUS.“, sagte er. Mit diesen Worten drehte er sich um und lief weg. Gustav hatte gerade mit mir Schluss gemacht. Nach und nach liefen mir immer mehr Tränen die Wangen entlang. Ich drehte mich zu Franzi die immer noch im Türrahmen stand. „Tut mir Leid.“, sagte ich und lief dann los. Draußen waren Tom, Georg und Bill und kickten ein bisschen mit einem Ball rum. Tom tat so als wäre nichts passiert. Die andren beiden hatten ja nichts mitbekommen. „Julia was ist los?“, fragte mich Bill.  Ich lief an ihm vorbei auf Tom zu. Ich holte aus und verpasste ihm eine Ohrfeige. „Ich hasse dich.“, sagte ich aber ich wusste nicht ob Tom das mitbekommen hatte, denn er war durch die Ohrfeige ziemlich durch den Wind. Dann rannte ich los, da ich einfach so schnell wie möglich heim wollte.
Ich schloss unten die Haustür auf, was mir ziemlich schwer fiel da ich ja total am Heulen war. Oben an der Wohnungstür fiel mir dann der Schlüssel, vor lauter Zittern, aus der Hand. Ich wollte ihn wieder aufheben aber das machte schon jemand anderes. Ich schaute nach rechts und neben mir stand Bill. „Komm wir gehen rein.“, sagte er und schloss die Tür auf. Sobald wir drin waren und Bill die Tür geschlossen hatte, sackte ich zusammen. Bill konnte mich gerade noch auffangen. Ich setzte mich jetzt langsam auf den Boden und heulte noch mehr. Wenn das überhaupt ging. Bill setzte sich neben mich und nahm mich in den Arm. „Bill ich liebe ihn doch.“, schluchzte ich. „Ich weiß.“, sagte Bill leise und strich mir über die Haare.
Wir saßen ziemlich lang da und ich konnte mich einfach nicht beruhigen. „Komm Julia wir gehen mal hoch.“, sagte Bill. Ich schaute auf und wischte mir die Tränen weg, was ja nicht viel brachte, da immer mehr nachkamen. Ich schaute auf die Uhr die im Gang hin. Es war 8 Uhr wir saßen bestimmt schon drei Stunden hier auf dem Boden im Gang. „Du glaubst das die Jungs gleich kommen, oder?“, sagte ich und langsam beruhigte ich mich einigermaßen. Er nickte nur. „Na dann lass uns mal hochgehen.“ Bill stand auf und half mir hoch. Ich war ein bisschen wackelig auf den Beinen. Natürlich einmal weil ich fertig war wegen Gustav und der andere Grund war das ich ja auch Stöckelschuhe anhatte und ich damit ja auch heim gerannt war. Bill legte seinen Arm um meine Hüfte und stützte mich so ein bisschen. In meinem Zimmer ließ ich mich erstmal auf mein Bett fallen und zog meine Schuhe aus. Ich war immer noch am weinen aber nicht mehr so arg wie vorhin. Ich lehnte mich an die Wand und Bill setzte sich neben mich. „Willst du mir erzählen was war?“, fragte er. Stimmt ja er wusste gar nicht was los war. „Also du hast doch mitbekommen wo Tom mich so hinterher gezogen hat, oder?“, fragte ich. „Ja.“ Ich atmete tief ein. „Also er... er hat mich... in so eine... eine Abstellkammer mitgenommen.“ Ich machte eine kurze Pause, da mir das erzählen nicht leicht viel. „Du musst mir es nicht erzählen wenn es dir so schwer fällt.“, sagte Bill und legte seinen Arm um mich. Ich schüttelte den Kopf. „Schon okay. In der Abstellkammer hat er mich.... er hat mich gegen einen Schrank gedrückt..... und dann.... dann hat er seine Lippen auf meine gedrückt. Ich wollte es ja gar nicht.“ Ich atmete noch einmal tief ein. „Und Gustav hat das gesehen und er hat gedacht ich habe mit Tom rum gemacht.“ Ich fing wieder mehr an zu heulen. Bill sagte nichts, ich sah aber wie er den Kopf schüttelte. Er drückte mich näher an sich und strich mir über den Rücken. Ich hörte unten die Tür klicken und schrak dadurch auf. „Ich geh mal kurz schauen.“, sagte Bill. Ich nickte und während Bill aus dem Zimmer war, zog ich mir meine Pennsachen an. Ich legte mich ins Bett und drehte mich Richtung Tür, damit ich bemerkte wann Bill wieder kam. Auf dem Nachttisch stand ein Bild von Gustav und mir. Auf dem Bild gab er mir einen Kuss auf die Wange. Ich nahm es vom Nachttisch und schaute es mir an. Mir liefen stumme Tränen die Wangen entlang.
Ich hörte wie sich die Tür langsam öffnete. „Julia?“ Das war eindeutig nicht Bills Stimme. Ich schaute auf und an der Tür stand Tom. „Was willst du hier?“, fragte ich aggressiv und stand auf. „Ich wollte mich bei dir entschuldigen.“, antwortete er kleinlaut. „Na klasse Tom, du hast die Beziehung zwischen Gustav und mir zerstört und du kommst mit einer Entschuldigung. Die kannst du dir sonst wo hin stecken.“ „Aber..“ „Nichts aber! Halt dich einfach so gut es geht von mir fern. Und jetzt raus hier.“ Er drehte sich an der Tür noch rum. „RAUS!“, schrie ich und er verschwand dann auch.
„Süße sorry. Ich hab ihm gesagt er soll dich in Ruhe lassen.“, meinte Bill. „Danke. Ich will jetzt einfach nur schlafen.“ „Ok. Dann schlaf gut.“, sagte Bill und strich mir über die Haare.
Ich legte mich ins Bett und schaute mir noch ziemlich lang das Bild von Gustav und mir an, was natürlich nicht gerade das Beste war. Mir kamen sofort die Worte von Gustav in den Kopf und ich fing natürlich wieder an zu heulen. Ich glaube du hattest Recht damals in der Disco. Wir sollten nicht zusammen sein. ES IST AUS. Ich legte das Bild weg, machte das Licht aus und vergrub mein Gesicht in meinem Kissen.