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Kapitel 1

"Mum, Dad nein tut mir das nicht an. Bitte nicht.", schrie ich. "Schatz es tut uns auch leid, aber es geht nicht anders. Dein Dad findet hier nun mal keinen Job und in Loitsche hat er etwas gefunden.", sagte meine Mum. "Ich versteh dass ja aber wir wohnen hier in Heidelberg und jetzt muss ich in die Nähe von Magdeburg ziehen??  Was ist denn mit meinen Freunden?? Habt ihr da mal dran gedacht?? Hä?? Ich brauch meine Freunde.", sagte ich. "Du wirst in Loitsche bestimmt auch wieder Freunde finden.", versuchte mein Dad mich zu beruhigen. "Wenn ihr meint ich kann ja eh nichts dagegen machen!! Wann fahren wir??", fragte ich nur noch. "Am Samstag!", antwortete meine Mum und sie machte sich schon auf das nächste Geschreie gefasst - verständlich. "Am Samstag??", schrie ich, " Und ihr sagt mir das erst heute?? Das ist in zwei Tagen!!" Das war jetzt echt zu viel. Ich schnappte mir meine Jacke von der Garderobe, nahm meinen Schlüssel und haute erstmal ab. Ich wusste nicht wirklich wo ich hinlief aber als ich dann irgendwann stehen blieb fand ich mich vor dem Haus meiner besten Freundin Maja wieder. Ich klingelte und Maja meldete sich über die Gegensprechanlage. "Maja mach mal bitte auf ich bins Marlen.", sagte ich mit einer verheulten Stimme. Mir wurde die Tür aufgemacht und Maja kam mir gleich entgegen gelaufen. "Was is los Süße?", fragte sie und lief gleich mit mir in ihr Zimmer. "Wir ziehen um.", antwortete ich nachdem ich mich auf ihr Bett gesetzt hatte. "Ihr zieht um?? Wohin und wann?", fragte sie und sie konnte es nicht wirklich fassen. "Am Samstag und ich habs erst heut gesagt bekommen!! Wir ziehen nach Loitsche.", antwortete ich.  "Was ist Loitsche?", fragte sie so entsetzt, dass ich mir ein auflachen nicht verkneifen konnte. "Das ist so ein kleines Kaff in der Nähe von, halt dich fest, Magdeburg.", erzählte ich. "Was????? Magdeburg, das geht doch nicht. Und dann auch schon am Samstag.", sagte sie entsetzt. "Ja sag das mal meinen Eltern.", meinte ich genervt. "Können wir wenigstens morgen nach der Schule noch was machen?", fragte Maja. "Schön wärs aber ich muss packen!!", antwortete ich. Dann klingelte mein Handy. Meine Mum. "Hallo Mum.", begrüßte ich sie genervt. "Marlen wo bist du??", fragte sie. "Ich bin bei Maja sie is meine beste Freundin ich darf ja wohl zu ihr und ihr das vom Umzug erzählen.", antwortete ich patzig. "Ich hab ja auch gar nichts dagegen gesagt. Aber komm jetzt bitte heim damit wir packen anfangen können.", sagte sie. "Mir bleibt ja wohl nichts andres übrig.", sagte ich und legte auf. "Maja ich muss gehen. Packen!! Wir sehen uns morgen in der Schule!!", sagte ich und verabschiedete mich von ihr und umarmte sie. "Ja klar und ich verabschiede dich auch noch mal bevor ihr fahrt.", meinte sie noch und dann ging ich auch.
Der nächste Schultag verlief total kacke. Alle meine Freunde waren schon vor der ersten Stunde voll traurig. Ich hatte gestern noch auf meine HP geschrieben das ich umziehen würde bzw. musste und da gingen meine Freunde meistens mehrmals am Tag drauf also hatten sie so ziemlich alle mitbekommen.  Ich war während des ganzen Unterrichts mit meinen Gedanken woanders aber die Lehrer nahmen es mir nicht wirklich übel. Es war sowieso der letzte Schultag des ersten Halbjahrs. Wir hatten unsre Zeugnisse und ab Montag waren Ferien.
Dann kam der Samstag vor dem ich am liebsten weggelaufen wäre. Wir fuhren um 12.00 Uhr los und vorher waren noch alle meine Freunde gekommen um sich von mir zu verabschieden. Dann hatten wir 5 verdammte Stunden Fahrt vor uns. Ich hockte mich ins Auto und stöpselte mir gleich die Kopfhörer meines Ipods in die Ohren um Linkin Park zu hören. Das machte ich immer wenn ich frustig drauf war. Irgendwie regte mich das dann ein bisschen ab.
Nach ungefähr 5 Stunden Fahrt sah ich ein Ortsschild mit der Aufschrift Loitsche. Ich machte meinen Ipod aus und schaute mich ein bisschen um. Na ja Loitsche war ja wirklich nicht gerade groß. "Ähm Dad wo fährst du hin?", fragte ich, da er wieder aus dem Kaff raus fuhr. "Wir wohnen ein bisschen außerhalb von Loitsche.", erklärte er mir. 'Was?? Wohnen wir jetzt etwa im Vorstädtchen von nem Kuhkaff??', dachte ich und sank tiefer in meinen Sitz. Und da hatte ich nicht falsch gedacht. Ich traute meinen Augen nicht als wir anhielten. 3 Häuser!! Ganze 3 Häuser standen hier rum. "Oh mein Gott!", sagte ich nachdem ich aus dem Auto gestiegen war. Plötzlich kam ein schwarzer Hund auf mich zu. Ich hatte es nicht so wirklich mit Hunden, deshalb wich ich erstmal einen Schritt zurück, aber der Hund verfolgte mich schwanz-wedelnd.
"Scotty komm her.", hörte ich einen Jungen rufen. Der Hund machte gar keine Anstallten mich in Ruhe zulassen. „Schuldigung!“, sagte der Junge nachdem er den Hund an seinem Halsband festhielt. Ich schaute mir den Jungen an. Es war dieser Tom von der neuen Gruppe Tokio Hotel, auf die ich sehr gut hätte verzichten können. Er lächelte mich an aber ich hatte eh schon eine miese Laune und auf einen von dieser Band konnte ich echt verzichten. „Wie wärs mal wenn du deinen Hund richtig erziehst.“, sagte ich genervt, nahm meine Tasche und ging Richtung Haus. Nach dem mir meine Eltern mein Zimmer gezeigt hatten, stellte ich erstmal alles ab, legte mich auf mein Bett und hörte volle Dröhnung Linkin Park. Ich glaube die Musik würde ich hier noch öfters brauchen.